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Physiche DatenDer Waschbärkörper ist mit 45 - 65 cm (plus noch einmal ca 20-25 cm für den Schwanz) und einem Gewicht von durchschnittlich 5-10 kg recht kompakt gebaut. Wie bei den meisten Tieren sind auch hier die Weibchen (Fähen) kleiner und zierlicher als die Männchen (Rüden). Sein Fell ist dicht, grau bis graubraun und er besitzt die typische schwarze Gaunermaske, welche im Alter ausbleicht. Der Waschbär hat je 5 Zehen, welche mit festen, nicht einziehbaren Krallen versehen sind. Gerade die Vorderpfoten spielen im Leben des Waschbären eine sehr große Rolle. Mit ihnen 'sieht' sich der Bär alles, was er findet, genauestens an. Seine Hände (sie verdienen diesen Begriff sehr wohl) sind mit einer enormen Anzahl an hochempfindlichen Tastzellen ausgestattet und dienen dazu, sich ein genaues Bild von dem jeweiligen Gegenstand zu machen. Daher ist ein sehr großer Teil (ca. 2/3) seiner Großhirnrinde auf die Auswertung solcher Reize ausgelegt. Wieso der Waschbär seine Funde wäscht, erklärt sich wie folgt: Durch das Wasser weicht die Hornhautschicht der Pfoten auf und macht sie so noch empfindlicher bzw empfindsamer. Das Riechvermögen des Waschbären is nach dem habtischen Sinn der nächstwichtigste. Mittels seines Geruchssinns lokalisiert er Futterquellen und orientiert sich auf seinen Wanderungen. Mit dem setzen von Duftmarken, kommunizieren sie untereinander und identifizieren ihr Gegenüber. Hör- und Sehsinn spielen beim Waschbären eine eher untergeordnete Rolle im Vergleich zu den bereits genannten.
Die HerkunftUrsprünglich kommt der Waschbär aus Nordamerika (Kanada). Seine Anfänge in Deutschland hatte der Waschbär im Jahr 1934 am hessischen Edersee. Dieses wald- und gewässerreiche Gebiet bot hervorrangende Lebensbedingungen und schon bald entwickelte sich eine recht große Population, was bis heute so geblieben ist. Kassel und Umgebung ist somit Heimat für mehrere tausend Waschbären. Einige Jahre später, genauer gesagt 1945, verhalf ein Bombentreffer auf eine Pelztierfarm in Wolfshagen (bei Straußberg) gut 20 Waschbären zur Flucht. Damit wurde auch im brandenburgischen und ostdeutschen Raum der Grundstein für eine ganze Waschbärenpopulation gelegt, die heute fast so groß ist wie die im Kasseler Raum.
Die FortpflanzungDie Paarungszeit (Ranz) beginnt etwa im Februar. Das ist notwendig, da die Tragezeit etwa 2 Monate (62-65 Tage) beträgt und so kommen die Jungen zur Welt, wenn die Natur schon wieder etwas freundlicher ausschaut und genügend Nahrung bietet. Im Durchschnitt gebärt eine Fähe 2-4 Welpen, die sie auch mindestens 12 Wochen säugt. Waschbärenkinder sind wahre Nesthocker. Sie verlassen das Nest zum ersten Mal mit etwa 6 Wochen, wenn sie schon etwas sicherer auf den Beinen sind. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil das Waschbärnest oft in großer Höhe liegt und die Jungen sonst noch völlig hilflos aus dem Nest purzeln würden. Die ersten Ausflüge des Kindergartes sind gerpägt von Spielen, Raufen und Erkunden. Dabei lernen sie spielerisch, wo sie Nahrung finden und wo sie sich besser nicht aufhalten, weil es gefährlich ist.
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